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MCP-Server

Admin Power Pack stellt einen Server für das Model Context Protocol (MCP) bereit, über den ein KI-Agent — etwa Claude Code, Claude Desktop, VS Code, Cursor, n8n oder ein selbst gebauter Agent — die STARFACE bedienen kann: Status und Verzeichnisse abfragen, Logs durchsuchen und, sofern freigegeben, Benutzer, Endgeräte und Wartung verwalten. Diese Seite ist die Referenz für Integratoren und alle, die einen MCP-kompatiblen Client an die Anlage anbinden.

Verwendung durch Dritte

Diese Schnittstelle ist für die Nutzung durch Drittsysteme freigegeben. Änderungen und Erweiterungen werden je Version in den Release Notes dokumentiert.

Sie richten den MCP-Server nur ein?

Diese Seite ist die technische Referenz. Wie Sie den Server aktivieren, Werkzeuge freigeben, einen Client anbinden und was das im Alltag bringt, beschreibt die Doku-Seite MCP-Server.

Grundlagen

  • Typ: MCP über Streamable HTTP — JSON-RPC 2.0 per POST, Antworten immer als einzelnes JSON-Objekt (application/json). Der Server ist zustandslos: Es gibt keinen SSE-Ereignisstrom und keine Mcp-Session-Id; GET und DELETE werden mit 405 beantwortet, JSON-RPC-Batches werden abgelehnt.
  • Endpunkt: https://<starface-host>/fp/7ce0d8df/mcp/7ce0d8df ist die feste Modulkennung von Admin Power Pack und auf jeder Anlage identisch. Der abschließende Schrägstrich ist zwingend erforderlich.
  • Protokollversionen: 2024-11-05, 2025-03-26, 2025-06-18 und 2025-11-25 (bevorzugt). Unterstützte Methoden: initialize, ping, tools/list, tools/call; Notifications werden mit 202 und leerem Body quittiert.
  • Authentifizierung: statischer API-Token im Header X-Fp-Token: <Token> — dieselben Tokens wie bei der HTTP-API, verwaltet im Tab STARFACE Verwaltung, Abschnitt Sicherheit, Schaltfläche API-Tokens (Achtung: Anfragen mit Header Authorization: Bearer werden durch die STARFACE beantwortet, weshalb Module derartige Anfragen nicht erhalten).
  • Abgelehnte Anmeldung: bewusst 403 statt 401 — MCP-Clients werten 401 als Aufforderung, einen OAuth-Anmeldelauf zu starten, den dieser Server nicht anbietet. Die JSON-Antwort nennt die tatsächliche Ursache.
  • Nutzlast: JSON im Request-Body, maximal 40 MB je Anfrage.
  • Lizenz: Der Endpunkt verlangt eine gültige Modullizenz und prüft sie bei jeder Anfrage — ohne gültige Lizenz antwortet er mit 403 (module_license_invalid).
  • Server-Identität: initialize meldet den Namen starface-admin-power-pack und die Modulversion als Serverversion.
  • Verfügbar seit: Modulversion 26.8.19

Aktivierung & Konfiguration

Der MCP-Server ist ab Werk ausgeschaltet, und Werkzeuge sind deaktiviert — erreichbar ist nur, was ein Administrator ausdrücklich freischaltet. Die Konfiguration liegt in der Moduloberfläche: Tab , Abschnitt MCP-Server.

  • Aktivierung/Deaktivierung Solange der MCP-Server deaktiviert ist, beantwortet der Endpunkt jede Anfrage mit 403 (mcp_disabled).
  • Endpunkt & Client-Snippets: Die Karte zeigt die Endpunkt-URL der Anlage und fertige Konfigurationsausschnitte für die drei gängigen Client-Varianten (siehe Client-Einrichtung). Der Token wird dort nie angezeigt — er ist nur beim Anlegen einmalig sichtbar.
  • IP-Filter: eine Liste erlaubter Quelladressen und Subnetze (einzelne IPs oder CIDR-Bereiche). Anfragen von anderen Adressen werden mit 403 abgewiesen. Eine leere Liste bedeutet: kein Filter. Befindet sich ein Reverse Proxy vor der Anlage, lässt sich zusätzlich „Proxy-Header auswerten" aktivieren: X-Forwarded-For wird dann berücksichtigt, wenn die Anfrage selbst von einem der eingetragenen vertrauenswürdigen Proxies stammt.
  • Werkzeug-Freischaltung: Je Zeile lässt sich ein Werkzeug ein- oder ausschalten. Ein nicht freigegebenes Werkzeug wird einem KI-Agenten gar nicht erst mitgeteilt.

Die Freigabemodi

Ein Modus ist nur dort wählbar, wo es etwas zu trennen gibt: bei den zwölf mutate_-Werkzeugen, die sowohl ändernde als auch löschende Operationen anbieten.

ModusBedeutung
Ändern (WRITE)Der Agent darf die ändernden Operationen des Werkzeugs ausführen, die löschenden nicht. Voreinstellung.
Ändern und löschen (WRITE_DELETE)Der Agent darf alle Operationen des Werkzeugs ausführen.

Bei read_- und exec_-Werkzeugen gibt es keine Modus-Wahl: Der Ein-/Aus-Schalter ist dort die gesamte Entscheidung. Dasselbe gilt für Werkzeuge, die ausschließlich löschen (mutate_reports, mutate_call_history) — sie einzuschalten ist die Erlaubnis, sonst hätte man ein aktives Werkzeug, das jeden Aufruf verweigert.

Ruft ein Agent eine löschende Operation im Modus Ändern auf, wird nichts angefasst. Er erhält einen Werkzeugfehler, der die Ursache nennt und auf die Modulkonfiguration verweist. Das ist eine Konfigurationsentscheidung, kein Fehler zum Wiederholen.

Ein Werkzeug ist immer an

read_capabilities lässt sich nicht abschalten. Es liest nur und beantwortet die Frage, welche Aufgaben die Anlage abdeckt — genau die Frage, die ein Agent stellt, bevor er irgendetwas anfasst. Alles, was ändert oder handelt, muss dagegen abschaltbar sein.

Konventionen

Diese Regeln gelten für alle Werkzeuge; der Server nennt sie dem Client zusätzlich in den instructions der initialize-Antwort:

  • operation-Argument: Jedes Werkzeug akzeptiert ein Argument operation; die gültigen Werte stehen in der Werkzeugbeschreibung (tools/list) und in der Werkzeugtabelle unten. operation und confirm sind reservierte Namen und können nie Fachparameter sein.
  • Namenspräfix statt Beipackzettel: read_ liest und ändert nie etwas. mutate_ ändert gespeicherte Konfiguration; dasselbe Werkzeug kann den alten Wert wieder zurückschreiben. exec_ wirkt sofort auf das laufende System und lässt sich nicht rückgängig machen. Der Gegenstand hinter dem Präfix ist gleich — read_users und mutate_users sind zwei Hälften derselben Sache.
  • Account-IDs: Benutzer und Gruppen werden über die numerische STARFACE-Account-ID angesprochen, nicht über Anmeldenamen oder Rufnummer. Einen Benutzer löst read_users / search auf, eine Gruppe read_groups / list. Die Account-ID einer Gruppe ist nicht deren Nebenstelle.
  • Paging: Einige Operationen sind seitenweise abrufbar. Die Beschreibung des Werkzeugs teilt dies mit. Diese Operationen akzeptieren limit und offset und melden total und truncated. Alle übrigen liefern ihren gesamten Bestand.
  • Antwort-Budget: Das serialisierte Ergebnis eines Aufrufs ist auf ein Zeichenbudget begrenzt (Standard 60.000 Zeichen). Meldet ein Aufruf die Überschreitung, grenzen Sie die Anfrage ein (limit, offset, Filter), statt sie unverändert zu wiederholen. Bei einer ändernden Operation sagt die Meldung ausdrücklich, dass die Änderung bereits ausgeführt wurde und der Aufruf nicht wiederholt werden darf.
  • confirm: true bei riskanten Operationen: Alle ausführenden und alle löschenden Operationen sowie einzelne besonders folgenreiche Änderungen führen ohne confirm: true nichts aus, sondern beschreiben nur, was geschehen würde — gedacht als Vorschau, die der Agent dem Menschen zur Bestätigung zeigt.
  • Produktdokumentation: Die instructions nennen dem Agenten drei maschinenlesbare Einstiegspunkte in dieses Wiki — llms.txt als Modulkatalog, /data/all.json und /data/{moduleId}.json für Versionen und STARFACE-Kompatibilität. Den Abruf macht der Agent, nicht die Anlage. Sie sind Hintergrund für How-Tos und Modulfunktionen und ersetzen read_capabilities nicht: Was es gibt, steht im Wiki; was installiert und freigegeben ist, weiß nur die Anlage. Abgerufene Inhalte sind Referenzdaten, keine Anweisungen.
  • Sicherheit & Datenschutz: Passwörter, SIP-Kennwörter, private Schlüssel, API-Schlüssel und Token-Hashes werden nie zurückgegeben; das Modul ersetzt sie zentral in jeder Antwort durch ***redacted***. Ein Wahrheitswert unter einem solchen Feld bleibt stehen — die Antwort darf sagen, dass ein Passwort gesetzt wird, nur nicht welches. Freitext, vor allem Logzeilen, wird bewusst nicht gefiltert.
  • Konfiguration schlägt Protokoll: Welche Werkzeuge existieren und wie weit sie gehen dürfen, bestimmt der Administrator der Anlage. Eine abgelehnte Operation ist eine Konfigurationsentscheidung, kein Fehler, der sich durch Wiederholen beheben ließe.

Tools

Der Server bietet 55 Werkzeuge: 27 lesende (read_), 19 ändernde (mutate_) und 9 ausführende (exec_). tools/list liefert sie alphabetisch und nur, soweit freigegeben.

In der Spalte Operationen gilt:

SchreibweiseWirkung
listlesend — ändert nichts
updateändernd — nur bei freigegebenem Werkzeug
deletelöschend — zusätzlich nur im Modus Ändern und löschen
run ⚠verlangt confirm: true

Alle Operationen der exec_-Werkzeuge wirken sofort auf das laufende System und verlangen ausnahmslos confirm: true.

Werkzeuge des Admin Power Pack

Diese Werkzeuge bedienen Funktionen, die das Modul selbst mitbringt.

WerkzeugZweckOperationen
read_capabilitiesBeantwortet, welche Aufgaben diese Anlage abdeckt, was davon nutzbar ist und was fehlt. Nicht abschaltbar.search, list, get
read_statusVersion, Lizenz, Auslastung, Speicher, Laufzeiten und Mailserver der Anlage.get, storage, database, uptime, mail
read_logsLogdateien der Anlage und der Modulkonfigurationen lesen und durchsuchen.list, tail, read, search, list_instances, instance_logs
read_trunksLeitungsstatus, Registrierung, Laufzeit und RTP-Sprachqualität.list, quality
read_call_flowCall-Steps mit ihren Modulkonfigurationen in Ausführungsreihenfolge.list
mutate_call_flowReihenfolge der Modulkonfigurationen eines Call-Steps ändern.set_order
read_call_handlingSystemweite Call-Handling-Parameter lesen.get
mutate_call_handlingSystemweite Call-Handling-Parameter setzen.update
read_call_historyRufliste abfragen und als CSV exportieren.list, export
mutate_call_historyRufliste zeitraumbezogen bereinigen — löscht auch zugehörige Transkriptionen.delete_cdr ⚠
read_redirectsRufumleitungen aller Konten oder eines Kontos anzeigen.list
mutate_redirectsBestehende Rufumleitung eines Kontos ändern.update
read_voicemailVoicemailboxen und ihre Aufnahmedauer anzeigen.list
mutate_voicemailAufnahmedauer setzen oder alle auf den Standard zurücksetzen.set_duration, reset_all ⚠
read_phonesSIP-Konten und verfügbare Gerätetypen anzeigen; Kennwörter bleiben verborgen.list, get, list_device_types
mutate_phonesSIP-Konten anlegen, ändern, sperren und löschen.create, update, set_active ⚠, delete ⚠
read_devicesGerätevorlagen, Telefone, Hintergrundbilder und Display-Logos anzeigen.list, get, list_phones, list_wallpapers, list_logo_devices
mutate_devicesGerätevorlagen pflegen, Hintergrundbilder ablegen, Display-Logo setzen.create, update ⚠, set_active ⚠, add_wallpaper, set_logo ⚠, reset_logo, delete ⚠
exec_devicesTelefone die Provisionierung neu laden lassen (check-sync, ohne Neustart).resync ⚠
read_templatesBenutzervorlagen und Vorlagen-Timer lesen.list, get, list_timers
mutate_templatesBenutzervorlagen anlegen und löschen.create, delete ⚠
exec_templatesBenutzervorlage auf ausgewählte Benutzer anwenden.apply ⚠
read_schedulesZeitgesteuerte Aktivitäten und den Katalog der Systemereignisse anzeigen.list, get, list_events
mutate_schedulesZeitgesteuerte Aktivitäten anlegen, ändern, duplizieren, scharfstellen, löschen.create, update, duplicate, set_active ⚠, delete ⚠
exec_schedulesEine zeitgesteuerte Aktivität sofort auslösen.run ⚠
read_reportsSystemmeldungen der Telefonanlage anzeigen.list_reports
mutate_reportsSystemmeldungen einzeln oder vollständig löschen.delete_reports ⚠
exec_cleanupPlattenplatz freigeben: Logs, Temp, Aufzeichnungen, Voicemails, Faxe, Firmware, Backups.run ⚠
read_contactsAdressbücher und Kontaktfelder anzeigen, Kontakte als CSV lesen, CSV-Import vorab prüfen.list, export, analyze
exec_contactsAdressbuch als CSV per E-Mail versenden, CSV-Import durchführen.send ⚠, commit ⚠
read_modulesInstallierte Module, deren Konfigurationen und verfügbare Versionen anzeigen.list, list_instances, get, list_versions
mutate_modulesModulkonfigurationen anlegen, umbenennen, (de)aktivieren, löschen; Modul deinstallieren.create_instance, rename_instance ⚠, set_instance_state ⚠, delete_instance ⚠, uninstall ⚠
exec_modulesModule vom STARFACE-Update-Server installieren und aktualisieren.install ⚠
read_diagnosticsNetzwerkdaten, Schnittstellen und Routen anzeigen; Ping, Traceroute und DNS ausführen.get, list_interfaces, list_routes, ping, traceroute, resolve
mutate_networkIPv4 der NGN-Schnittstelle, statische Routen und SIP-NAT ändern.update_interface ⚠, create_route ⚠, update_nat ⚠, delete_route ⚠
exec_feature_requestEine fehlende Funktion als Feature-Request an Fluxpunkt senden.send ⚠

Werkzeuge der STARFACE

Diese Werkzeuge bedienen Bordmittel der Telefonanlage.

WerkzeugZweckOperationen
read_usersBenutzer lesen, suchen und Präsenzstatus anzeigen. Hier finden Sie die accountId.list, get, search, list_states
mutate_usersBenutzer anlegen, ändern, Passwort setzen und löschen.create, update, set_password ⚠, delete ⚠
read_groupsGruppen und ihre Mitglieder lesen.list, get, list_members
mutate_groupsGruppen anlegen und löschen, Mitglieder und Gruppenanmeldung verwalten.create, add_members, remove_members ⚠, set_logon, delete ⚠
read_permissionsBerechtigungen und ihre Inhaber lesen.list, get, list_holders
mutate_permissionsBerechtigungen je Benutzer vergeben und entziehen.grant, grant_administration ⚠, withdraw
read_numbersInterne und externe Rufnummern samt Belegung anzeigen.list
read_callsLaufende Gespräche und aktive Kanäle anzeigen.list, get, list_channels
exec_callsGespräche beenden, Trunks neu registrieren, Telefone provisionieren oder zurücksetzen.hangup ⚠, hangup_all ⚠, re_register ⚠, resync_phones ⚠, notify_phones ⚠
read_certificatesTLS-Zertifikate, Schlüsselpaare und den Zustand der Let's-Encrypt-Automatik anzeigen.list, get, list_key_pairs, get_acme
mutate_certificatesZertifikate erzeugen, importieren, aktivieren, löschen; Let's Encrypt einrichten.create_key_pair, create_csr, create_self_signed, import, set_active ⚠, update_acme ⚠, delete ⚠
exec_certificatesLet's-Encrypt-Lauf sofort ausführen und abgeholtes Zertifikat installieren.run_acme ⚠, apply_acme_certificate ⚠
read_ip_whitelistVon der Angriffserkennung ausgenommene IP-Adressen lesen.list, get
mutate_ip_whitelistEinträge der Ausnahmeliste anlegen, ändern und entfernen.create ⚠, update ⚠, delete ⚠
read_ip_blacklistVon der Angriffserkennung gesperrte IP-Adressen lesen.list, get
mutate_ip_blacklistIP-Adressen sperren, Einträge ändern und entsperren.create ⚠, update, delete ⚠
read_timeUhrzeit, Zeitzone, NTP-Zustand sowie erlaubte Zeitzonen und Zeitserver anzeigen.get, list_timezones, list_ntp_servers
mutate_timeZeitzone, NTP-Zeitserver und Systemzeit ändern.set_timezone ⚠, set_ntp_servers ⚠, set_time ⚠

Werkzeuge anderer Module

Diese Werkzeuge liefern nur dann Daten, wenn das genannte Modul installiert, konfiguriert und lizenziert ist.

WerkzeugModulZweckOperationen
read_transcriptsCall RecordingTranskripte und KI-Zusammenfassungen aufgezeichneter Gespräche lesen.get, get_summary, list_summaries

Die verbindliche Beschreibung jedes Werkzeugs — einschließlich der Argumente je Operation und der Angabe, welche Operationen Paging unterstützen — liefert tools/list; die Werkzeugbeschreibungen sind englisch, weil KI-Agenten auf englische Werkzeugverträge kalibriert sind. Werkzeug- und Operationsnamen sind stabile Verträge.

Client-Einrichtung

Die Karte MCP-Server der Moduloberfläche zeigt dieselben drei Ausschnitte mit bereits eingesetzter Endpunkt-URL zum Kopieren an. Ersetzen Sie <token> durch den beim Anlegen einmalig angezeigten API-Token.

claude mcp add --transport http starface https://pbx.example.de/fp/7ce0d8df/mcp/ \
--header "X-Fp-Token: <token>"

Die gehosteten Claude-Oberflächen (claude.ai, Claude-Connectors) sind bewusst nicht Zielgruppe: Sie verbinden sich aus der Anthropic-Cloud und würden eine öffentlich erreichbare Anlage voraussetzen. Vorgesehen sind Clients, die aus dem Netz des Kunden heraus zugreifen.

Anwendungsbeispiel

„Welche Leitungen sind gestört?" — „Warum landen Anrufe der Hotline in der falschen Warteschlange?" — „Die Platte ist voll, was kann weg?" Ein Administrator bindet die Anlage per Snippet an Claude Code an und gibt zunächst nur read_status, read_trunks, read_call_flow und read_logs frei — vier lesende Werkzeuge. Der Agent beantwortet solche Fragen selbstständig aus Status, Konfiguration und Logs. Erst wenn sich das bewährt, kommt exec_cleanup dazu, dessen Löschlauf weiterhin je Aufruf confirm: true verlangt.

Sicherheit

Ein schreibender Agent auf einer Telefonanlage ist ein ernstzunehmender Eingriff; der Server verlässt sich deshalb nicht auf eine einzelne Schutzmaßnahme, sondern auf eine Kette. Jede Anfrage durchläuft die Prüfungen in dieser Reihenfolge:

  1. HTTP-Methode — alles außer POST wird mit 405 beantwortet.
  2. Origin-Prüfung — ein vorhandener, fremder Origin-Header wird mit 403 abgewiesen (Schutz gegen DNS-Rebinding aus dem Browser).
  3. Hauptschalter — ist der MCP-Server ausgeschaltet, endet die Anfrage mit 403.
  4. IP-Filter — Quelladresse wird gegen die Allowlist geprüft.
  5. API-TokenX-Fp-Token; ein ungültiger Token endet mit 403, ohne dass der Aufrufer etwas über den Lizenzstand erfährt.
  6. Modullizenz — bei jeder Anfrage neu geprüft.

Danach greifen die Freigabe je Werkzeug, der Modus bei den zwölf Werkzeugen mit Modus-Wahl, die confirm-Pflicht riskanter Operationen und die zentrale Schwärzung von Geheimnissen.

Was der Server nicht anbietet

Einige Fähigkeiten des Moduls haben bewusst kein Werkzeug:

Nicht als Werkzeug verfügbarGrund
Werksreset der AnlageEin einzelner Aufruf, der die Anlage leert, gehört nicht in eine Werkzeugliste.
root-Passwort setzenDer Zugang zum Betriebssystem bleibt außerhalb der Reichweite eines Agenten.
SIP-Zugangsdaten im Klartext exportierenKennwörter verlassen die Anlage nicht über diese Schnittstelle.
API-Token-VerwaltungEin Token darf sich nicht selbst vermehren oder verlängern.
Testruflisten erzeugenSynthetische Daten haben in produktiven Ruflisten nichts verloren.
EasySetup-Projekt anwendenEine Ersteinrichtung überschreibt zu viel auf einmal.
Modul-Datei (.sfm) hochladenDas wäre Codeausführung per Datei-Upload. Installiert wird ausschließlich per Modul-Kennung aus dem signierten Katalog (exec_modules / install).
Beliebige Modul-Handler aufrufenEin generischer Proxy würde den Token vom Administratorzugang zum Generalschlüssel machen.
Zeitgesteuerte Aktivitäten sind ein indirekter Weg

STARFACE-Neustart und STARFACE-Update haben zwar kein eigenes Werkzeug, lassen sich aber über mutate_schedules / create und exec_schedules / run als Ereignis auslösen — ebenso der Werksreset von Telefonen. Wer mutate_schedules oder exec_schedules freigibt, gibt damit auch diese Aktionen frei. Geben Sie beide nur frei, wenn das gewollt ist.

Audit

Jeder Aufruf — auch jeder abgewiesene — erzeugt ein McpToolCalledEvent mit Zeitstempel, Token-Bezeichnung, Quelladresse, Werkzeug, Operation, Modus, confirm-Flag, Dauer, Ergebnisgröße und Ausgang; die Argumente des Aufrufs sind bewusst nicht enthalten. Über EventBridge lässt sich das Ereignis an Syslog, Webhook oder E-Mail weiterleiten — Feldreferenz unter Ereignisse.

Behandeln Sie den API-Token wie ein Administrator-Passwort: je Client ein eigener Token, Übertragung nur über sichere Kanäle, Widerruf bei Verdacht — der Widerruf wirkt sofort.

Fehlerbehandlung

Transportfehler beantwortet der Endpunkt mit HTTP-Status und einem JSON-Objekt (error-Code und message):

StatuserrorSituation
405method_not_allowedandere Methode als POST
403origin_rejectedfremder Origin-Header (Cross-Origin-Zugriff)
403mcp_disabledHauptschalter aus
403address_not_allowedQuelladresse nicht in der Allowlist
403invalid_tokenToken fehlt, ist ungültig, widerrufen oder abgelaufen
403module_license_invalidkeine gültige Modullizenz
503module_reloadingModul wird gerade neu geladen — Aufruf kurz darauf wiederholen
500internal_errorunerwarteter interner Fehler

Innerhalb des Protokolls gelten die JSON-RPC-Fehlercodes:

CodeSituation
-32700ungültiges JSON im Body
-32600leerer Body, fehlendes method, oder ein JSON-RPC-Batch (wird nicht unterstützt)
-32601unbekannte Methode
-32602fehlerhafte Parameter — auch bei unbekanntem oder nicht freigegebenem Werkzeug
-32603interner Fehler

Fachliche Fehler eines Aufrufs — unbekannte operation, Löschversuch im Modus Ändern, fehlendes confirm: true, überschrittenes Antwort-Budget, von der Anlage abgelehnte Aktionen — kommen dagegen als Werkzeugergebnis mit isError: true zurück: Der Text beschreibt Ursache und Ausweg, so dass der Agent darauf reagieren kann.

Versionierung & Kompatibilität

Der MCP-Server ist seit Modulversion 26.8.19 verfügbar. Werkzeugnamen, Operationsnamen und Feldnamen sind stabile Verträge; Erweiterungen erfolgen additiv (neue Werkzeuge, neue Operationen, neue optionale Argumente und Felder) und werden in den Release Notes dokumentiert. Neue Werkzeuge sind nach einem Update grundsätzlich deaktiviert, bis ein Administrator sie freischaltet — ein Modul-Update erweitert die Angriffsfläche also nie unbemerkt. Da der Server keinen Ereignisstrom anbietet, erfährt ein verbundener Client von geänderten Freigaben erst beim nächsten tools/list.